Ruanda: Jugendliche fordern ihre sexuellen und reproduktiven Rechte ein

Land: Ruanda

 

Kinderrechte

im Fokus

Recht auf Gesundheitsvorsorge (Art. 24, KRK)

Eingereicht und durchgeführt von: 

GIZ-Programm: Stärkung des rechte-basierten Ansatzes zivilgesellschaftlicher Organisationen

Projektidee und Zielgruppe   

Kontext:

Sexualerziehung ist in Ruanda nach wie vor ein Tabuthema. Durch den begrenzten Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechten gibt es eine hohe Rate von Teenager-Schwangerschaften in Ruanda. Junge Mütter sehen sich mit vielen Schwierigkeiten konfrontiert, wodurch sie besonders marginalisiert werden. Oftmals müssen sie die Schule verlassen, können sich keine Krankenversicherung für sich und ihre Kinder leisten und können die Geburten ihrer Kinder nicht registrieren lassen.

Zielgruppe:

Minderjährige Mütter, einschließlich HIV-positiver Mütter

Junge Mädchen und Jungen, insbesondere solche mit Behinderungen und solche, die derzeit keine Schule besuchen

Eltern und Erzieher

Ziel:

Durch bessere Aufklärung über sexuelle und reproduktive Rechte und Gesundheit trägt das Projekt zu einem Rückgang von Teenager-Schwangerschaften bei. Eltern und Lehrpersonen sind verständnisvoller und respektieren die Entscheidungen der Jugendlichen in Bezug auf ihre sexuellen und reproduktiven Rechte und Gesundheit. Minderjährige Mütter verfügen über ihre Grundrechte und können darüber hinaus die Grundrechte ihrer Kinder einfordern.

Methodik

Das Projekt  nutzt einen rechtsbasierten Ansatz, der auf Prävention und Sensibilisierung mittels Peer-Education, Menschenrechtsbildung, Community Debatten, Advocacy und Rechtshilfe, gestützt ist.

Kooperationspartner    

Lokale zivilgesellschaftliche Partner:

HAGURUKA (Organization for women and children’s rights)
GLIHD (Great Lakes Initiatives for Human Rights and Development)
AJPRODHO-JIJUKIRWA (Youth Association for Human Rights Promotion and Development)
HDI (Health Development Initiative)
RRP+ (Rwandan Network for People Living with HIV/Aids)
PAX PRESS (Network of journalists working to promote democracy and enhance freedom of expression)

Staatliche Partner:

Ministerium für Gleichberechtigung und Familienförderung
Justizministerium

Andere Partner:

Anwaltskammer Ruanda
Nationaler Jugendrat
Nationaler Frauenrat