Irak

Sichere Räume für Flüchtlingskinder und Jugendliche

© tdh / Peter Käser

Nach wie vor ist die Situation in Kurdistan / Irak für die Binnenvertriebenen (ungefähr 1,5 Millionen) und syrischen Flüchtlinge (weitere 250.000 Menschen), als auch für die aufnehmenden Gemeinden schwierig. Im Laufe der letzten Jahre hat sich die anfänglich akute Krisensituation (Fluchtbewegung aus Syrien, Binnenvertriebene aus dem Irak), auf die auch in Kurdistan reagiert wurde, verstetigt.

Mit der Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) engagiert sich Terre des Hommes in der Hilfe für die Flüchtlingsfamilien, insbesondere für Kinder und Jugendliche. Die Maßnahmen von Terre des Hommes konzentrieren sich auf Erbil und Dohuk, sowie auf die zentralirakische Provinz Niniwe. Circa 5.000 Kinder und Jugendlichen in vier Flüchtlingscamps und fünf Gemeinden werden innerhalb des Projekts unterstützt.

Ziele und Aktivitäten

Die Unterstützung von Terre des Hommes zielt auf Gewaltprävention und Schaffung von Bildungsmöglichkeiten für Jugendliche aus Rückkehrer-Familien in Afghanistan ab. Die Reintegrationsmaßnahmen werden in Bamiyan, Daikundi, Herat und Kabul durchgeführt.

Das Projekt zielt auf die Verbesserung der prekären Lebensbedingungen und des Kindesschutzes, sowie die Stärkung der Resilienz von Kindern und Jugendlichen ab. Die Ziele werden durch eine Reihe von gemeinsamen Aktivitäten verwirklicht. Damit die Flüchtlingskinder und Jugendlichen in sicheren Räumen leben können, konzentriert sich das Programm auf die folgenden Komponenten: Mental Heath Care, integrative Schulunterrichte und Friedenserziehung, Aufklärungs- und Informationsarbeit zu den Themen Kinderarbeit und Frühehen sowie Aufbau von Organisationsstrukturen in Flüchtlings- und Vertriebenengemeinden.

Im Rahmen von Mental Heath Care werden psychosoziale Lern- und Freizeitangebote geschaffen. Hierbei werden freiwillige Helfer und Helferinnen, Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen, sowie Lehrerinnen und Lehrer in Themen wie Kindesschutz und Kinderrechte weitergebildet. Therapeutinnen und Therapeuten werden in Früherkennung von Symptomen trainiert und bekommen Methodentraining auf dem Niveau der Stressreduzierung. Durch die Trainings und Ausbildungen wird sichergestellt, dass die Kinder vor Missbrauch geschützt sind. Kindesschutz-Komitees werden in den Gemeinden gegründet und fungieren als Ansprechpartner für Flüchtlingskinder und Jugendliche.

Erfolge und Herausforderungen

Der große Erfolg des Projekts besteht aus der Erstellung eines Therapie-Angebots für traumatisierte Kinder und ihre Familien, was es im Nordirak bisher nicht gab.

Die Flüchtlingskinder effektiv zu erreichen gehört zu den Herausforderungen, denn viele Familien bleiben nicht lange an einem Ort. Außerdem wohnen Flüchtlinge in vielen Schulen an welchen kein Unterricht stattfinden kann. Die Lösung besteht darin, Kleinbusse als Klassenzimmer zu nutzen. So können die Aktivitäten des Projekts angeboten werden, wo sich die Kinder befinden.

Ansprechpartner

terre des hommes Deutschland e. V.

Ruppenkampstraße 11a
49084 Osnabrück

Henriette Hänsch
T: +49 (0) 541 / 71 01 146
E: h.haenschtdh.de
www.tdh.de

GIZ - Sektorprogramm „Menschenrechte einschließlich Kinder- und Jugendrechte umsetzen in der Entwicklungszusammenarbeit“

Friedrich-Ebert-Allee 36 + 40
53113 Bonn

Telefon +49 228 4460-3797
infokinder-und-jugendrechte.de