Südafrika

Für ein friedliches Miteinander

Ziele und Aktivitäten

Die Einzelaktivitäten zur Sicherung des öffentlichen Raumes richten sich in besonderem Maße an die Bedürfnisse der Jugendlichen. So wird schulische Infrastruktur rehabilitiert und Fußgängerverbindungen, Grünanlagen und Freizeiteinrichtungen werden ausgebaut und verbessert. Gewaltpräventionsprogramme für Schüler, Eltern und Lehrer fördern ein friedliches Lernumfeld. Auch im familiären Bereich wird die Gewaltprävention durch die Bereitstellung sozialer Dienstleistungen, Familienberatungsstellen, Konfliktmediatoren und den Bau und die Einrichtung einer Opferbetreuungseinrichtung gefördert. Um Perspektiven für Jugendliche zu schaffen, werden die handwerkliche Ausbildung unterstützt, ein Jugend- und Beratungszentrum eingerichtet und arbeitsintensive Beschäftigungsprogramme durchgeführt. Dabei ist das Projekt eng mit dem Vorhaben der technischen Zusammenarbeit zu Gewalt- und Verbrechensprävention vernetzt.

Die Einrichtung eines Community Development Fund (CDF) stellt die Partizipation der Zielgruppe (insbesondere der Jugendlichen) an Planungsprozessen sicher. Beim CDF handelt es sich um ein für die Dauer des Programms angelegtes Budget, mit dem Initiativen bezuschusst werden können, die der unmittelbaren Gewaltprävention dienen. Diese Initiativen sollen von den Einwohnern Helenvales selbst ausgehen und aktiv begleitet werden (empowerment of the community).

Herausforderungen

Von dem Vorhaben kann ein hoher Beitrag zur Verbesserung der Sicherheit öffentlicher Räume und des Dienstleistungsangebots erwartet werden. Die Stärkung sozialer Dienstleistungen und das verbesserte Angebot an Arbeitsplätzen und Freizeiteinrichtungen für Jugendliche tragen zu-sätzlich zur Zielerreichung bei. Dadurch kann das Programm zur Senkung der Arbeitslosigkeit beitragen und positive Alternativen zu einer Gangkarriere schaffen.

Die aktive und arbeitsintensive Beteiligung der Bevölkerung an der Erneuerung Helenvales soll zu einem intensiveren Austausch innerhalb der Gemeinde führen. Ziel ist, das Engagement des Einzelnen für den Stadtteil zu stärken, so dass Verantwortung übernommen wird, wenn beispielsweise häusliche Gewalt in ihrer Nachbarschaft auftritt.

Ansprechpartner

Governance und Naturressourcen, Südliches Afrika
KfW Entwicklungsbank
Palmengartenstraße 5–9
60325 Frankfurt am Main

www.kfw-entwicklungsbank.de

Stefan Lutz
Tel: + 49 (0) 697431 - 23 16
Stefan.Lutzkfw.de

 

----------------------------

Quelle:

Kinder- und Jugendrechte konkret - Beispiele aus der Praxis, S. 17f.