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01.07.2019

Therapeut auf vier Pfoten

In der Ostukraine helfen Hunde, vom Krieg traumatisierte oder behinderte Kinder zu behandeln.
© GIZ | Olexandr Techynskyi

Vorsichtig steigt Crass über die roten, blauen und grünen Schaumstoffblöcke. Immer wieder dreht er sich dabei um und schaut, ob Arina ihm folgen kann. Braucht sie noch Zeit, um die Hindernisse zu überwinden, bleibt er geduldig stehen. Crass ist ein dreijähriger Labrador, Arina ein sechsjähriges Mädchen. Bei ihrer Geburt wurde sie mit zu wenig Sauerstoff versorgt, seitdem leidet sie unter spastischen Lähmungen. Bislang konnte sie ohne Hilfe kaum gehen. Das ändert sich durch Crass. „Das ist der absolute Wahnsinn! Arina macht so große Fortschritte, Crass holt alles aus ihr raus“, sagt Arinas Mutter Jelena Trofimova.
Die Hochschuldozentin ist mit ihrer Tochter zur Hundetherapiesitzung in ein Rehazentrum in der ostukrainischen Hafenstadt Mariupol gekommen. Hier werden Kinder und Jugendliche mit motorischen, kognitiven und psychischen Problemen behandelt. Seit 2017 werden die Expert*innen dabei von Therapiehund Crass unterstützt. Arina ist eine von derzeit acht jungen Patientinnen und Patienten, die in dieser Einrichtung an dem Pilotprojekt teilnehmen. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH unterstützt damit behinderte Jungen und Mädchen. Einige von ihnen sind vom Krieg in der Ostukraine traumatisiert. Finanziert wird das Projekt vom Bundesentwicklungsministerium. (...)

Autor:
GIZ
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Frieden und Sicherheit Kinder in bewaffneten Konflikten Gesundheit Recht auf Förderung Recht auf Gesundheit Recht auf Schutz Aktuelles Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH