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11.02.2019

Red Hand Day 2019

Internationaler Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten
© UNICEF/UN0276000/Rich/Photograph

Schätzungweise werden rund 250.000 Minderjährige weltweit von Armeen und bewaffneten Gruppen als Kämpfer oder Arbeitskräfte missbraucht und in bewaffneten Konflikten eingesetzt. Viele von ihnen werden zu Gräueltaten gezwungen.

Der "Red Hand Day" erinnert an das Schicksal dieser Kinder. Anlass für diesen Tag war das Inkrafttreten des Fakultativprotokolls über die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten zur UN-Kinderrechtskonvention am 12. Februar 2002.

UNICEF: Missbrauch von Kindern als Soldaten geht trotz weltweiter Ächtung weiter

„Kinder sind keine Soldaten. Sie dürfen auf keinen Fall in den Kriegen der Erwachsenen eingesetzt werden“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Alle Konfliktparteien und Regierungen, die Einfluss auf diese haben, müssen sich dazu verpflichten, den Einsatz von Kindersoldaten weltweit endlich zu beenden.“

Mädchen und Jungen werden von Afghanistan bis zur Zentralafrikanischen Republik in vielen Ländern der Welt von Streitkräften und bewaffneten Gruppen rekrutiert. Nicht alle Kindersoldaten werden zum Kämpfen eingesetzt. Die Konfliktparteien setzen Kinder unter anderem als Späher oder Botschafter ein und für Hilfstätigkeiten wie Kochen, Tragen oder Feuerholz sammeln. Manche Mädchen werden mit Kämpfern zwangsverheiratet, und Mädchen ebenso wie Jungen werden sexuell missbraucht. In extremen Fällen werden Kinder gezwungen, als „lebende Schutzschilde“ zu agieren oder sich auf belebten Plätzen selbst in die Luft zu sprengen.  Mehr

 

terre des hommes, World Vision: Keine unter 18-Jährigen in Armeen!

Deutsches Bündnis Kindersoldaten fordert zum Red Hand Day den weltweiten Stopp der Rekrutierung von Minderjährigen

Berlin, 11.02.2019 - Mit der Ratifizierung eines Zusatzprotokolls der UN-Kinderrechtskonvention vor 15 Jahren am 12. Februar 2004 hat sich auch Deutschland zum besonderen Schutz von Kindern in bewaffneten Konflikten verpflichtet. Das Deutsche Bündnis Kindersoldaten fordert die Bundesregierung zum Red Hand Day auf, keine Minderjährigen mehr in die Bundeswehr aufzunehmen und den weltweiten Stopp der Rekrutierung Minderjähriger als Soldaten zu unterstützen. Derzeit werden rund 250.000 Kindersoldaten in mindestens 19 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas in bewaffneten Konflikten zum Kämpfen gezwungen oder als Spione, Minensucher und Wachposten missbraucht.

Das Deutsche Bündnis Kindersoldaten und Child Soldiers International stellten die Studie »Why 18 matters – eine Analyse der Rekrutierung von Kindern« vor. Demnach halten mehr als drei Viertel aller Staaten den 18-Jahre-Standard bei der Rekrutierung ein und verzichten auf die Einstellung minderjähriger Soldaten. Unter den wenigen Ländern, die Minderjährige noch in großer Zahl in ihre Armeen aufnehmen, sind nur drei Industrieländer: die USA, Großbritannien und Deutschland. Mehr

Autor:
UNICEF, terre des hommes, World Vision
Kategorie:
Frieden und Sicherheit Kinder in bewaffneten Konflikten Internationale Vereinbarungen Recht auf Schutz UN-Kinderrechtskonvention Aktuelles Deutsches Komitee für UNICEF e.V. terre des hommes Deutschland e.V.