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11.05.2018

World Vision ruft höchste Katastrophenwarnstufe für Flüchtlingslager in Bangladesch aus

Hunderttausende Rohingya von Zyklonen und Monsun bedroht

© World Vision

Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision warnt vor schlimmsten Zerstörungen durch heranziehende Unwetter in Flüchtlingslagern in Bangladesch. In der Region Cox`s Bazar leben derzeit fast eine Million Menschen in provisorisch erbauten Unterkünften. Über die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Die Wettervorhersagen für die Region kündigen heftige Regenfälle mit Niederschlagsmengen von zweieinhalb Metern von Juni bis August an. Zugleich beginnt jetzt die Zyklon-Saison in der Region. Dirk Bathe, Mitarbeiter von World Vision, hat die Lager kürzlich besucht: „In der vergangenen Woche tobte ein kurzes Unwetter über Teile des Lagers. Allein dabei sind hunderte Unterkünfte zerstört oder beschädigt worden. Nach Berichten kam ein Kind ums Leben, es gab weitere Verletzte. Diese Unterkünfte sind nicht mehr als Plastikfolien und Äste, die an Abhängen errichtet wurden und die dem Monsun nicht standhalten werden.“

Die Hilfsorganisation befürchtet zudem den Ausbruch von Krankheiten wie Cholera, da die sanitäre Situation noch immer prekär ist. „Zwar haben wir gemeinsam mit anderen Organisationen Latrinen und Abwasserdrainagen gebaut, das reicht aber nicht, wenn der Monsun die vorhergesagten Regenmengen bringt“, so Bathe. Dieses Risiko trifft vor allem alte und sehr junge Menschen.

World Vision ist mit 60 hauptamtlichen und 500 freiwilligen Helfern im Einsatz in den Lagern in Cox`s Bazar. Derzeit verteilt World Vision Lebensmittel, Zeltplanen, stabiles Bauholz und Werkzeuge an die Flüchtlinge. Die Hilfsorganisation wird ihre Aktivitäten jetzt noch ausbauen.

Seit dem Höhepunkt der Flüchtlingskrise im August vergangenen Jahres sind über 800.000 Mitglieder der Volksgruppe der Rohingya vor der Gewalt in ihrer Heimat Myanmar nach Bangladesch geflohen. Die Flüchtlingslager in Cox`s Bazar gehören zu den am dichtesten besiedelten und schnellst wachsenden der Welt. (...)

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