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29.11.2018

UNICEF-Stellungnahme zur Situation von Flüchtlingskindern in Mexiko an US-Grenze

UNICEF ist sehr besorgt über die Sicherheit von mehr als 1.000 Migrantenkindern, die in Tijuana darauf warten, dass ihre Asylanträge von der amerikanischen Einwanderungsbehörde angehört werden.

Unterkunft für Flüchtlinge an der Grenze von Mexiko zu den USA. © UNICEF Mexiko/2018/Verdeespina

„Diese Kinder haben nur begrenzten Zugang zu Nahrung, Bildung, psychosozialer Unterstützung und Gesundheitsversorgung. Unterwegs und in den überfüllten Lagern an der Grenze sind sie von Ausbeutung, Missbrauch und Menschenhandel bedroht.“

„Diesen schlimmen Bedingungen sind sie ausgesetzt, nachdem sie vor Gewalt, Erpressung und Armut aus ihren Heimatländern im nördlichen Mittelamerika geflohen sind.“

„Ein Kind ist in erster Linie ein Kind, unabhängig von seinem Migrationsstatus. Entsprechend internationaler Vereinbarungen fordert UNICEF alle Regierungen auf sicherzustellen, dass entwurzelte Kindern zügigen Zugang zu Asylverfahren erhalten, unabhängig davon, wie sie ins Land einreisen.“

„UNICEF ruft die Regierungen dazu auf, Familien zusammenzuhalten und als Alternativen zu Inhaftierungen die Familien in Gemeinden unterzubringen. Haft und Trennung von Familienangehörigen sind tief traumatisierende Erfahrungen, die das Risiko für Ausbeutung und Missbrauch erhöhen und die toxischen Stress mit verheerenden langfristigen Folgen auslösen können.“

„Wir rufen alle Regierungen auf, die tiefer liegenden Ursachen für irreguläre Migration wie Armut, Gewalt, fehlende Bildungschancen und ökonomische Möglichkeiten anzugehen. Solange diese Ursachen nicht über einen langen Zeitraum auf eine sinnvolle Weise bearbeitet werden, werden Familien und Kinder dazu gezwungen, ihre Heimat auf der Suche nach Sicherheit und einer hoffnungsvolleren Zukunft auf irregulären Migrationswegen zu verlassen.“

„UNICEF ist bereit, mit allen Regierungen der Region zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass die Kinder die Unterstützung erhalten, die sie benötigen, und dass ihre Rechte gewahrt werden.“

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