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28.02.2018

Teamwork: Syrische Flüchtlinge und die lokale Bevölkerung profitieren von „Sport für Entwicklung“

Jugendliche in Jordanien lernen bei speziellen Sporttrainings auch, sich gegenseitig zu unterstützen und Konflikte friedlich zu lösen.

© GIZ

Viele Millionen Menschen fliehen vor dem Krieg in Syrien in die Nachbarländer Jordanien und Irak. Hier leben sie meist außerhalb von Flüchtlingslagern in überlasteten Aufnahmeregionen, was immer wieder zu Konflikten führt.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) werden an rund 150 Schulen in Jordanien Sportangebote für die lokale Bevölkerung und Flüchtlinge geschaffen. Das Besondere daran: Bei dem Training geht es nicht nur um die körperliche Gesundheit. Kinder und Jugendliche zwischen 8 und 24 Jahren bekommen von den Lehrern auch psychosoziale Unterstützung: Werte wie Respekt, Toleranz und Selbstvertrauen werden spielerisch vermittelt. Ob Fußball, Basketball oder Ultimate Frisbee – die Trainings sind in einer oft bedrückenden Lebenssituation stark nachgefragt. Sie schaffen die Basis für ein friedliches Miteinander in einem sicheren Umfeld und helfen dabei, traumatische Erlebnisse durch Krieg, Flucht und Vertreibung zu verarbeiten.

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hat zusammen mit lokalen Organisationen bislang rund 260 Lehrer und Trainer als „Sport für Entwicklung“-Coachs ausgebildet. Sie wird dabei vom jordanischen Fußballverband, der Universität von Jordanien und dem asiatischen Fußballentwicklungsprojekt unterstützt. Darüber hinaus ist das jordanische Bildungsministerium der wichtigste politische Partner im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Schulen. Etwa 40.000 Kinder und junge Menschen in Jordanien profitieren bislang.

Das besondere Trainingskonzept, das auch die persönliche Entwicklung fördert, wurde im Dezember 2017 mit dem internationalen „Peace and Sport Award“ ausgezeichnet. Der Preis ehrt Initiativen für ihre besondere Arbeit im Bereich Friedensförderung durch Sport.

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