Aktuelles

06.07.2018

Syrien: 65 Kinder getötet, 180.000 Kinder aus Daraa geflohen

UNICEF-Regionaldirektor fordert humanitäre Hilfe über Frontlinien hinweg.

An der südwestlichen Grenze Syriens haben Geflüchtete aus Daraa Zelte aufgestellt. © UNICEF/UN0219116/Al-Faqir

Viele Kinder sind laut UNICEF Opfer der jüngsten Gewaltwelle im Südwesten Syriens. „UNICEF hat grauenhafte Berichte erhalten über eine ganze Familie mit vier Kindern, die in einem Dorf in der Region Daraa getötet wurde”, sagte der UNICEF-Regionaldirektor für den Mittleren Osten und Nordafrika, Geert Cappelaere, in Amman. Die Zahl der Kinder, die allein im Südwesten Syriens in den letzten drei Wochen Berichten zufolge getötet worden sind, ist damit auf 65 gestiegen.

Die Gewalt in der Region ist seit dem 18. Juni rasant eskaliert. In den vergangenen 24 Stunden sind die Kämpfe deutlich intensiver geworden, nachdem der Versuch einer friedlichen Einigung zwischen den Konfliktparteien gescheitert ist.

In der größten Fluchtbewegung im südlichen Syrien seit dem Beginn des Konflikts vor sieben Jahren wurden schätzungsweise 180.000 Kinder und Jugendliche aus ihren Häusern vertrieben. Sie brauchen dringend Schutz, sichere Unterkünfte und Hilfe.

„Humanitäre Hilfe und Schutz sind kein Privileg oder Luxus, sie sind das grundlegende Recht eines jeden syrischen Jungen und Mädchen“, sagte Cappelaere. „Humanitäre Hilfe auf jedem möglichen Weg zu leisten – über Frontlinien hinweg und von den Nachbarländern aus – ist das Mindeste, das wir für diese Kinder tun können. Wenn wir alle gemeinsam an dieser Verantwortung scheitern, werden weiterhin Kinder den größten Preis für diesen Krieg zahlen, für den sie nichts können. Es wäre eine Schande für unsere Welt.“ (...)

Zurück zur Liste