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25.02.2019

Stoppt den Krieg gegen die Kinder im Jemen!

Internationale Geberkonferenz zu Jemen in Genf am 26.2.

© UNICEF/UN0216979/Ayyashi

Trotz Vereinbarungen zur Reduzierung der Gewalt im Jemen hat sich die Lage der Kinder in dem Land kaum verbessert. Seit dem Stockholmer Abkommen vom Dezember wurden laut UNICEF im Jemen jeden Tag im Durchschnitt acht Kinder getötet, schwer verwundet oder zum Kämpfen gezwungen. Die meisten Kinder starben auf dem Weg zur Schule oder draußen beim Spielen mit ihren Freunden. Einige wurden auch in ihren Häusern getötet. Schätzungsweise 1,2 Millionen Kinder im Jemen leben in unmittelbarer Nähe von Kampfzonen, entweder direkt an der Frontlinie oder in Gebieten, in denen regelmäßig schwere Kämpfe stattfinden.

„Der Krieg gegen die Kinder im Jemen muss aufhören. Alle Konfliktparteien und diejenigen, die auf sie Einfluss haben, tragen dafür Verantwortung, den Schutz und die Hilfe für die unschuldige Zivilbevölkerung sicherzustellen“, erklärt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, anlässlich der am Dienstag in Genf stattfindenden internationalen Hilfskonferenz für den Jemen. UNICEF benötigt für 2019 rund 542 Millionen US-Dollar, um lebensrettende Hilfe für Kinder im Jemen zu leisten.

Die Versorgungslage im Jemen ist so schlecht, dass derzeit elf Millionen Kinder – das sind 80 Prozent aller Jungen und Mädchen – humanitäre Hilfe brauchen. Im ganzen Land leiden zwei Millionen Kinder an akuter Mangelernährung; 360.000 von ihnen sind so schwer unterernährt, dass sie jederzeit sterben können.

Die Auswirkungen des Bürgerkriegs berühren heute praktisch alle Bereiche des Lebens der Kinder. Das Land steht kurz davor, eine ganze Generation von Kindern durch Gewalt, Flucht, Armut und fehlende Bildungsmöglichkeiten zu verlieren. Schätzungsweise zwei Millionen Mädchen und Jungen besuchen derzeit keine Schule, und eine von fünf Schulen kann nicht mehr benutzt werden. Der Zugang zu Bildung ist aber eine Voraussetzung, den Zusammenhalt in den Gemeinden zu erhalten und mit den Folgen von Gewalt und Verlust fertig zu werden. (...)

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