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20.12.2017

Mehr Unterstützung für Flüchtlinge in Uganda

Im Auftrag des BMZ wurden 10 Mio. EUR für die Hilfe von südsudanesischen Flüchtlingen und aufnehmenden Gemeinden in Uganda zugesagt. Das Geld wird über den „Refugee Response Fund“ umgesetzt werden, der mit Unterstützung der deutschen Finanziellen Zusammenarbeit neu gegründet wurde.

© KfW

„Ziel des Fonds ist es, Hilfsprojekte für Schutzsuchende und lokale Gemeinde zu identifizieren und dafür Gelder rasch und unbürokratisch bereit zu stellen“, sagte der KfW-Bereichsleiter Helmut Gauges bei der Gründungsfeier in Ugandas Hauptstadt Kampala. Die Vorhaben werden von Partnern wie Hilfsorganisationen umgesetzt.

Bei der Feier würdigte der deutsche Botschafter in Uganda, Dr. Albrecht Conze, die große Bereitschaft des Landes, Flüchtlinge aus den Nachbarländern aufzunehmen und zu unterstützen. In Norduganda leben derzeit rund eine Million Flüchtlinge aus dem Südsudan, aber auch Schutzsuchende aus der Demokratischen Republik Kongo, Burundi und Somalia. Sie fliehen vor Krieg und Gewalt in ihren Herkunftsländern. Durch die hohe Zahl der Flüchtlinge hat sich die soziale Situation in Norduganda verschärft: es mangelt an Beschäftigung, Trinkwasser und Schulen für die Kinder.

Der Fonds ist bei der ugandischen Flüchtlingsbehörde angesiedelt. Mit einem Teil der bereitgestellten Mittel werden in einer ersten Umsetzungsphase zunächst zwei Projekte unterstützt, mit denen die Trinkwasserversorgung verbessert wird und mehr Jungen und Mädchen die Chance erhalten, zur Schule zu gehen: Im Flüchtlingslager Rhino Camp im Aura-Distrikt lässt die Hilfsorganisation „Oxfam“ tiefe Brunnen bohren und Wasserleitungen verlegen. Rund 45.000 Menschen erhalten so Zugang zu Trinkwasser. Außerdem werden sanitäre Anlagen wie Latrinen und Gesundheitszentren errichtet. Dadurch verbessert sich die Hygiene und die Gesundheitsversorgung für mehr als 13.000 Menschen.

Das Hilfswerk „Save the Children“ wird den Ausbau des Bildungssystems in einem Camp im Yumbe-Distrikt vorantreiben. Für Flüchtlingskinder und einheimische Mädchen und Jungen sollen neue Schulen und Klassenzimmer entstehen. Gleichzeitig werden die lokalen Gemeinden gestärkt, um die Bildungseinrichtungen nachhaltig zu betreiben. Spezielle Lernprogramme sollen für Kinder angeboten werden, die längere Zeit keine Schule besuchen konnten.In einer geplanten zweiten Phase werden weitere Projekte zur Deckung der dringlichsten Bedarfe vor Ort aus dieser Zusage finanziert.

Der gewählte Fondsansatz erlaubt die kurzfristige Unterstützung von Grundbedürfnissen der Flüchtlinge und der lokalen Bevölkerung. Gleichzeitig wird ein Beitrag zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region in Nord-Uganda geleistet.

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