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28.10.2017

Boko Haram: Das Leid der geraubten Frauen

Mehr als 2.000 Mädchen und Frauen wurden bis heute von der islamistischen Gruppe Boko Haram entführt. Einigen gelingt die Flucht – doch ein neues Leben aufzubauen, ist für sie sehr schwer.

© Yunus Abdulhamid / Plan

Über 2.000 Frauen und Mädchen sind seit 2012 von Soldaten der Boko Haram verschleppt worden. Einige von ihnen werden nach Jahren in Gefangenschaft wieder freigelassen oder können entkommen. Doch nach der Rückkehr in ihre Dörfer haben die Opfer mit Misstrauen und Diskriminierung zu kämpfen – oft sogar durch die eigenen Familien. Kinder, die aus den Vergewaltigungen hervorgehen, sind stigmatisiert. Ihr Blut gilt als „schlecht“ oder „verdorben“. (...)

Boko Haram kämpft im Nordosten Nigerias, der überwiegend muslimisch geprägt ist, seit Jahren dafür, einen islamischen Gottesstaat zu errichten. Mittlerweile ist die Miliz auch in den Nachbarländern Tschad, Niger und Kamerun aktiv. Seit Beginn des Konflikts 2009 wurden mehr als 20.000 Menschen getötet, mehr als 2,3 Millionen wurden aus ihrer Heimat vertrieben, ein Großteil davon sind Kinder. (...)

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