Aktuelles


15.09.2020

Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos

Kinderrechtsorganisationen zur gegenwärtigen Lage
Tausende Kinder und ihre Familien sind nach dem verheerenden Feuer in Moria ohne Obdach. ©UNICEF/UNI367862/Tzortzinis/AFP

Die Zustände in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln sind seit Langem unhaltbar und menschenunwürdig. Die Brandkatastrophe in Moria zeigt deutlich, dass Massenlager an den EU-Außengrenzen keine Lösung für ein menschenrechtsbasiertes europäisches Asylsystem sein können. Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind europa- und menschenrechtlich verpflichtet, Schutzsuchende sicher und geschützt aufzunehmen und unterzubringen. ... (DIMR)

 

Kinder sterben vor Europas Haustür und alle sehen weg

15.09.20  | SOS-Kinderdörfer

Die Stimmung zwischen Bewohnern und Geflüchteten auf Lesbos spitzt sich weiter zu: Die Wut der Anwohner richtet sich jetzt zunehmend gegen die Migranten – und macht auch vor Helfern und Kindern nicht Halt. Um die schwierige Situation zu deeskalieren, bräuchten alle Beteiligten gleichermaßen Unterstützung, sagt Popi Gkliva, Nothilfekoordinatorin der SOS-Kinderdörfer in Griechenland. Und zwar dringend, denn ein Großteil der über 12.000 Bewohner des abgebrannten Flüchtlingslagers Moria befände sich nach wie vor auf der Straße, darunter 4.000 Kinder und Jugendliche. "Unsere Mitarbeiter wurden angegriffen und bedroht, ebenso wie Familien und Minderjährige", berichtet Gkliva. "Die Flüchtlingskinder, die wir betreuen, sind völlig verstört. (...) mehr

 

Feuer in Moria: Kinder ohne Obdach brauchen dringend Hilfe

11.09.20  | UNICEF

Die Lage der Kinder auf der griechischen Insel Lesbos ist auch zwei Tage nach dem verheerenden Großbrand in dem Flüchtlingslager Moria dramatisch. Fast 4.000 Kinder und ihre Eltern sind weiterhin ohne Obdach und ausreichenden Schutz. Gemeinsam mit dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen, der Internationalen Organisation für Migration sowie vielen weiteren Partnern und den griechischen Behörden organisiert UNICEF Hilfsmaßnahmen für die Kinder und ihre Familien auf Lesbos. (...) mehr

 

Pressemitteilung: Für eine menschenwürdige Aufnahme und Versorgung von Schutzsuchenden in Europa

10.09.20  | DIMR

Anlässlich des Brandes im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos erklärt Beate Rudolf, Direktorin des Deutsche Instituts für Menschenrechte: "Die Staaten der Europäischen Union haben eine gemeinsame Verantwortung für den Schutz geflüchteter Menschen. Ihre Reaktion auf den verheerenden Brand im Flüchtlingslager Moria wird zeigen, ob die EU wirklich eine Union ist, die auf der Achtung der Menschenwürde beruht. Die Zustände in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln sind seit Langem unhaltbar und menschenunwürdig. Die Brandkatastrophe in Moria zeigt deutlich, dass Massenlager an den EU-Außengrenzen keine Lösung für ein menschenrechtsbasiertes europäisches Asylsystem sein können. Die EU und ihre Mitgliedstaaten sind europa- und menschenrechtlich verpflichtet, Schutzsuchende sicher und geschützt aufzunehmen und unterzubringen. (...) mehr

 

Nach Brand in Flüchtlingscamp Moria: Kinder in Sicherheit bringen

09.09.20  | Plan International, Sascha Balasko

Nach dem verheerenden Brand im Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos fordert Plan International Deutschland die Evakuierung des Camps ein. „Dabei müssen Kinder durch die Europäische Mitgliedsstaaten und Deutschland priorisiert behandelt und gemeinsam mit ihren Familien in Sicherheit gebracht werden“, fordert Maike Röttger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Plan International Deutschland. Ihre Rechte sind in dem Flüchtlingslager massiv verletzt worden. In einem Zustand von Chaos und Panik wie bei diesem Feuer leiden Kinder ganz besonders. Es ist nicht abzusehen, welches Trauma die Mädchen und Jungen dadurch erleiden. Erneut wird ihnen das Recht auf Unversehrtheit, Bildung, Spiel und einen kindgerechten Alltag verwehrt - und auf eine glückliche Kindheit genommen.“ (...) mehr

 

Flüchtlingslager Moria nach Feuer verwüstet

09.09.20  | Save the Children

Mehrere Brände haben in der letzten Nacht das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos fast vollständig zerstört. Nach Angaben der Regierung sind die Brände weitgehend unter Kontrolle, tausende Kinder und ihre Familien sind nun obdachlos. "Dieses Feuer ist das Ergebnis einer unmenschlichen Politik, die Zehntausende seit fünf Jahren unter schrecklichen Bedingungen in überfüllten Lagern leben lässt. Tausende von Kindern wurden auf der Straße zurückgelassen, ohne Obdach und unter hohem Risiko von Gewalt und Ausbeutung. Unbegleitete Kinder haben das brennende Lager auf sich allein gestellt verlassen und suchen nun verzweifelt nach einem sicheren Ort, an den sie gehen können. Sie sind verängstigt, hungrig und frieren. Viele Familien haben die wenigen Habseligkeiten, die sie besaßen, verloren und haben nun keine Nahrung, kein Wasser und keinen Schutz." Karen Mets, Migrationsexpertin von Save the Children Europe (...) mehr

 

Brand in Moria: Europäische Union muss endlich Verantwortung für die Flüchtlinge in Moria übernehmen

09.09.20  | terre des hommes

Nach dem verheerenden Brand im Flüchtlingslager Moria ist die Europäische Union gefordert, die Politik des Wegsehens endlich aufzugeben und die Flüchtlinge aufzunehmen. "Der Brand zeigt das ultimative Versagen der europäischen Flüchtlingspolitik", so Birte Kötter, Vorstandssprecherin von terre des hommes. "Wir haben wie viele andere Hilfsorganisationen seit langem davor gewarnt, die Situation zu ignorieren. Selbst der lang befürchtete Ausbruch von Covid-19-Erkrankungen im völlig überfüllten Lager hat nicht dazu geführt, dass die EU eine Initiative zur Aufnahme der Menschen gestartet hat. Ich kann daher die Wut und Verbitterung der Flüchtlinge, die sich von der Weltgemeinschaft im Stich gelassen fühlen, sehr gut nachvollziehen." (...) mehr

Autor:
terre des hommes, Save the Children, Plan International, DIMR, UNICEF, SOS-Kinderdörfer
Kategorie:
Ernährungssicherung Frieden und Sicherheit Flucht und Migration Gesundheit Recht auf Förderung Recht auf Gesundheit Recht auf Schutz Aktuelles Deutsches Institut für Menschenrechte Deutsches Komitee für UNICEF e.V. Plan International Deutschland e.V. Save the Children Deutschland e.V. SOS-Kinderdörfer terre des hommes Deutschland e.V.