Aktuelles


11.09.2019

Kriegsfolgen: 24 Millionen Kinder brauchen psychologische Hilfe

Millionen Kinder in Konfliktgebieten und auf der Flucht sind extremen psychischen Belastungen ausgesetzt. Und sie erhalten keine professionelle Hilfe, die ihre seelische Gesundheit stabilisieren könnte.
Save The Children richtet in Konfliktgebieten Spiel- und Schutzräume und provisorische Lernzentren für Kinder ein - um ihnen so sichere Rückzugsräume und ein Stück Kindheit zurückzugebeben. © Fredrik Lerneryd/Save The Children

Save the Children schätzt, dass allein in den besonders umkämpften Gebieten weltweit mehr als 24 Millionen Kinder psychologische Hilfe benötigen.

Vor der am 17. September 2019 beginnenden UN-Vollversammlung macht ein neuer Report von Save the Children speziell auf dieses unsichtbare Leid aufmerksam. Im Bericht „Road to Recovery“ untersucht Save the Children Ursachen und Folgen psychischer Probleme von Kindern in bewaffneten Konflikten und gibt konkrete Handlungsempfehlungen. Regierungen, Konfliktparteien und Geldgeber sind aufgefordert, den Schutz von Kindern und deren seelische Gesundheit endlich ernst zu nehmen.

"Dieser Krieg gegen Kinder muss aufhören. Wir fordern die Staaten auf der UN-Vollversammlung sowie alle Konfliktparteien auf, internationale Kinderschutzregeln einzuhalten – und mehr Geld dafür bereitzustellen, damit sich Kinder von Konflikten erholen können." Susanna Krüger, Vorstandsvorsitzende von Save the Children Deutschland

Für psychologische Hilfe bislang kaum Geld

Nach einer Untersuchung von Save the Children flossen zwischen 2015 und 2017 nur 0,14% staatlicher Entwicklungshilfegelder in psychologische Hilfe für Kinder. Die UN-Vollversammlung bietet gute Gelegenheit, um dies zu ändern.

"Jungen und Mädchen in Konflikten müssen mit ansehen, wie Verwandte oder Freunde sterben und wie ihre Häuser und Schulen bombardiert werden. Ihnen fehlen oft die nötigsten Dinge. Psychische Probleme sind da eine völlig normale Reaktion." Susanna Krüger, Vorstandsvorsitzende von Save the Children

In der Kampagne zum 100-jährigen Jubiläum von Save the Children fordert die Kinderrechtsorganisation: „Kein Krieg gegen Kinder“. Dazu gehören neben dem besonderen Schutz von Schulen auch die Forderungen, dass keine Explosivwaffen in bewohnten Gebieten eingesetzt, dass Verantwortliche für Kinderrechtsvergehen zur Rechenschaft gezogen und dass neue Wege gegangen werden, damit sich Kinder von bewaffneten Konflikten erholen können.

Autor:
Save the Children
Quelle:
Kategorie:
Frieden und Sicherheit Flucht und Migration Kinder in bewaffneten Konflikten Gesundheit Recht auf Förderung Recht auf Gesundheit Recht auf Schutz Recht auf Spiel & Freizeit Aktuelles Save the Children Deutschland e.V.