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01.09.2014

Keine Grabsteine aus Kinderhand

Nordrhein-Westfalen bekommt zum 1. Oktober ein modernes Bestattungsgesetz

Grabsteine aus Ländern mit Kinderarbeit dürfen künftig nur mit einem Siegel von einer anerkannten Zertifizierungsstelle aufgestellt werden. Grabsteine können aufgrund ihrer Zusammensetzung identifiziert und dem Erzeuger zugeordnet werden. Grabsteine aus Europa oder Deutschland benötigen kein Siegel. Ausführungsbestimmungen für das weitere Verfahren sowie die Anerkennung der Zertifizierungsstellen wird  newtrade nrw, das Büro für nachhaltige Beschaffung, übernehmen. Mit dem Gesetz leistet das Land einen konsequenten Beitrag zum Kampf gegen ausbeuterische Kinderarbeit. Nach den Feststellungen der Internationalen Arbeitsorganisation arbeiten rund 168 Millionen Kinder weltweit. Mehr als die Hälfte von ihnen geht einer riskanten, insbesondere gesundheitsgefährdenden, Tätigkeit nach. So sollen beispielsweise in indischen Steinbrüchen rund 150.000 Kinder unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen arbeiten. „Mit dem generellen Aufstellungsverbot für Grabsteine aus Kinderarbeit  erfüllen wir auch den Wunsch vieler verschiedener gesellschaftlicher Gruppen nach einer klaren Regelung“, betonte Ministerin Steffens.

Autor:
Landesregierung Nordrhein-Westfalen
Quelle:
Kategorie:
Recht auf Schutz Recht auf Gesundheit Kinderarbeit Service Aktuelles