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17.07.2014

Jordanien: Flüchtlingsmädchen werden zwangsverheiratet

UNICEF ist besorgt über den alarmierenden Anstieg von Frühehen von syrischen Mädchen, die nach Jordanien geflohen sind.
© UNICEF

Eine neue UNICEF-Untersuchung zeigt, dass bereits jedes dritte Mädchen im Kinder- und Jugendalter verheiratet wird. Vor Ausbruch des Krieges und der Flüchtlingskrise waren 13 Prozent der syrischen Mädchen bei ihrer Heirat jünger als 18 Jahre – heute sind es 32 Prozent. Bereits im vergangenen Jahr hat UNICEF einen deutlichen Anstieg von Frühehen unter den Flüchtlingen in Jordanien beobachtet.

„Mädchen, die vor ihrem 18. Geburtstag heiraten, tragen ein erhöhtes Risiko für Komplikationen während der Schwangerschaft oder Geburt. Häufig werden sie auch missbraucht. Weil sie die Schule früh verlassen haben, sind ihre Möglichkeiten Geld zu verdienen gering, und sie geraten in einen Teufelskreis der Armut“, sagt Robert Jenkins, Leiter von UNICEF in Jordanien.

Autor:
UNICEF
Quelle:
Kategorie:
Recht auf Schutz Deutsches Komitee für UNICEF e.V. Aktuelles Flucht und Migration