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21.02.2019  | BerlinDeutschland

Ausgebeutet, missbraucht, verwahrlost für immer? Fortschritte bei der Durchsetzung von Kinderrechten in Lateinamerika

Kurzvorträge und Podiumsdiskussion mit Tuline Gülgönen, Consultant; Felicitas Eser, Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und Prof. Dr. Manfred Liebel, Kinderrechtsexperte

Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Lateinamerika-Forums Berlin e. V. (LAF) mit dem Weltfriedensdienst (WFD) und der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), gefördert durch das BMZ.

2019 wird die Internationale Konvention zu Kinderrechten 30 Jahre alt. Anlass genug, anhand von Fallbeispielen – Mexiko, Honduras, Bolivien – eine kleine Bilanz zu ziehen.

Im Gegensatz zu afrikanischen finden lateinamerikanische Kinder und Jugendliche selten den Weg in die Schlagzeilen unserer Medien, es sei denn,

  • guatemaltekische Kinder sterben, wie jüngst, in US-Obhut
  • ein Gesetz erlaubt Kindern unter bestimmten Bedingungen zu arbeiten wie in Bolivien
  • Jugendbanden ziehen erpressend und mordend durch die Lande
  • Missbrauchsfälle, verübt im Schoße der katholischen Kirche, sorgen weltweit für Empörung.

Zu den Kinderrechten gehört das Recht auf Partizipation. Dieses liefert den roten Faden der Veranstaltung. Partizipation warum, bei was und vor allem wie?

Lateinamerikanische Städte sind schon für die Erwachsenen immer feindlicher und gefährlicher geworden, wie viel mehr für die Schwächsten der Gesellschaft, die Kinder. Doch Kind ist nicht gleich Kind. Entscheidend für ihre Lebenschancen sind, neben den politischen Rahmenbedijgungen, klar, ihre soziale und geographische Herkunft, ihr Geschlecht, ihre ethnische Zugehörigkeit.

Tuline Gülgönen untersucht die Situation der Kinderrechte in Mexiko und die Herausforderungen bei deren Umsetzung für Regierung und Nicht-Regierungsorganisationen. Wie kindgerecht ist die sog. „Kindgerechte Mexiko-Stadt“? Was ist von der neuen Regierung López Obrador (AMLO) zu erwarten? (Anm.: Sprache dieses Teils ist Spanisch mit deutscher Zusammenfassung)

Obwohl die Geburtenraten in den meisten lateinamerikanischen Ländern der letzten 50 Jahre deutlich sanken, haben wir es dort immer noch mit sehr jungen Gesellschaften zu tun. Umso verwunderlicher, dass nicht mehr Entwicklungsprogramme auf sie ausgerichtet sind. Oder ist das ein Vorurteil? Felicitas Eser stellt den Aktionsplan des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zu Kinderrechten vor und berichtet aus eigener Erfahrung in Honduras und Nicaragua, wie die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die Kinderrechte auf Beteiligung und Bildung in ihren Programmen fördert.

Manfred Liebel kommentiert. Kurz streift er den „Fall“ Bolivien, zieht Bilanz zu 30-Jahre Kinderrechtskonvention, und wagt schließlich einen Blick in die Zukunft.


Eintritt frei. Spenden erwünscht. Bitte um anmeldunglateinamerikaforum-berlin.de

Quelle: http://www.lateinamerikaforum-berlin.de/veranstaltung/kinderrechte_in_lateinamerika/

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