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07.01.2016

Das Gipfeltreffen zu Migrationsfragen in Valletta

Chancen für verbesserten Schutz und Förderung für Kinder und Jugendliche?

Auf dem Migrationsgipfel in Valletta, Malta, am 11. und 12.11.2015 haben die europäischen und afrikanischen Staats- und Regierungschefs Möglichkeiten für eine engere Zusammenarbeit sondiert und die aktuellen Herausforderungen, aber auch die Chancen der Migration erörtert.

Die EU und Afrika haben partnerschaftlich versucht, für die Probleme, die beide Seiten betreffen, gemeinsame Lösungen zu finden. Die teilnehmenden Spitzenpolitiker haben eine politische Erklärung und einen Aktionsplan mit folgenden Zielen verabschiedet:

  1. Bekämpfung der Ursachen für irreguläre Migration und Vertreibung
  2. Verbesserung der Zusammenarbeit im Bereich der legalen Migration und Mobilität
  3. mehr Schutz für Migranten und Asylbewerber
  4. Verhinderung und Bekämpfung der irregulären Migration, der Schleusung von Migranten und des Menschenhandels
  5. Verbesserung der Zusammenarbeit bei der Rückführung und Rückübernahme

Der Atkionsplan beinhaltet eine Liste mit 16 konkreten Maßnahmen, die bis Ende 2016 angegangen werden sollen. Diese betreffen zum Teil auch Kinder- und Jugendrechte. So wurde bspw vereinbart, Ausbildungs- und Berufsmöglichkeiten für junge Frauen und Männer zu verbessern, benachteiligte und gefährdete Regionen und Gruppen, insbesondere Kinder und Jugendliche zu stärken sowie die Anzahl der Stipendien für afrikanische Studenten in Europa zu verdoppeln (vgl. Aktionsplan - relevante Passagen sind bereits markiert).

Über einen neuen Nothilfe-Treuhandfonds zur Unterstützung der Stabilität und zur Bekämpfung der Ursachen von irregulärer Migration und Vertreibungen in Afrika sollen zusätzliche Mittel für die Umsetzung des Aktionsplans bereitgestellt werden.