Geraubte Kindheit

Ende der Kindheit Index 2017

| Save the Children | 2017

Geraubte Kindheit

anlässlich des internationalen Kindertags am 1. Juni veröffentlicht Save the Children im Jahr 2017 erstmals einen neuen globalen Index „Geraubte Kindheit“. Dieser zeigt, dass mindestens einem Viertel aller Kinder weltweit die Kindheit geraubt wird – aufgrund von extremer Gewalt und Kriegen, Vertreibung, Frühverheiratung und Frühschwangerschaft, ausbeuterischer Kinderarbeit, schlechter Gesundheitsversorgung und weil sie nicht die Möglichkeit haben, zur Schule zu gehen. 

Der von einem Bericht begleitete Index wird weltweit am 31. Mai um 20:00 Uhr deutscher Zeit veröffentlicht. Er verdeutlicht, dass insbesondere in West- und Zentralafrika die Kindheit gefährdet ist. Der Niger steht dabei ganz unten auf der Liste, gefolgt von Angola, Mali, der Zentralafrikanischen Republik und Somalia. Eine eher unbeschwerte Kindheit erleben Kinder in Norwegen, Slowenien, Finnland, den Niederlanden und Schweden – also in europäischen Ländern. Deutschland steht auf Platz 10.

Der Bericht zeigt deutlich, dass nicht der Wohlstand eines Landes alleine über Gesundheit und Entfaltungsmöglichkeiten eines Kindes entscheidet. Es sind vielmehr bewusste politische Entscheidungen, in Kinder zu investieren und finanzielle Barrieren abzubauen, die die Rechte von Kindern umsetzen und die Kinder stärken.

Zentrale Erkenntnisse aus dem Bericht:

  • Jeden Tag sterben mehr als 16.000 Kinder vor ihrem 5. Geburtstag, die große Mehrheit von ihnen an vermeidbaren Ursachen.
  • Ca. ein Viertel aller Kinder unter 5 Jahren (156 Mio.) leiden sowohl physisch als auch mental unter Wachstumsverzögerungen aufgrund von Mangelernährung.
  • 1 von 6 Kindern im schulfähigen Alter gehen aktuell nicht zur Schule.
  • 168 Mio. Kinder weltweit müssen arbeiten, 85 Mio. von ihnen unter gefährlichen Bedingungen.
  • Alle 7 Sekunden wird 1 von 15 Mädchen verheiratet und jede 2. Sekunde gebärt ein Mädchen ein Kind.

Deutsche Teilübersetzung der englischen Originalfassung

 

 

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