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Auswege aus der Ausbeutung

Nur wer Ziele hat, kann sie auch verwirklichen: In Lesotho lernen Hirtenjungen, dass auch sie ihr Leben selbst gestalten können.
Sektorvorhaben Menschenrechte | GIZ | 2021
Auswege aus der Ausbeutung

In den Bergregionen Lesothos müssen viele Jungen schon früh zum Familieneinkommen beitragen: Statt die Schule zu besuchen treiben sie als Kinderhirten Viehherden durch das Hochland. Die Arbeitsbedingungen sind prekär.
Wer in Lesotho unterhalb der Armutsgrenze lebt, ist auf jedes Zubrot angewiesen. Viele Familien im ländlichen Raum schicken deshalb ihre Söhne als Hirtenjungen ins Hochland. Doch die Arbeit ist hart, die Isolation macht den Jungen zu schaffen, und ob Regulierungen wie der gesetzliche Mindestlohn eingehalten werden, überprüft meist niemand. Die Folgen dieser prekären Beschäftigungsverhältnisse treffen die gesamte Gesellschaft: Einige Jugendliche entwickeln Traumata und aggressive Verhaltensweisen, besonders gegenüber Frauen und Mädchen.

Mithilfe des GIZ-Vorhabens „Prävention von Gewalt gegen Frauen und Mädchen im südlichen Afrika“ (PfP) in Kooperation mit „Participatory Initiative for Social Accountability“ (PISA) fanden Hirtenjungen in Lesotho Auswege aus der Gewalt und Perspektivlosigkeit. Zudem diskutierten Behördenmitarbeiter*innen, Polizist*innen und Arbeitgeber*innen, wie Arbeitsrechtsverletzungen an Hirtenjungen gezielter und effektiver geahndet werden können. Das Vorhaben wurde im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt.

Englische Fassung:

Escaping exploitation
Only those who have goals can achieve them: Herd boys in Lesotho are learning that they have the power to shape their own lives.

Weitere Informationen auf der Projekt-Webseite


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