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All in School and Learning: Global Initiative on Out of School Children

Afghanistan Country Study
| UNICEF, Bildungsministerium von Afghanistan, Samuel Hall, USAID | 2018
All in School and Learning: Global Initiative on Out of School Children

Fast die Hälfte aller Kinder in Afghanistan zwischen sieben und 17 Jahren – rund 3,7 Millionen – geht laut einer aktuellen Studie nicht zur Schule.

Gründe sind vor allem der anhaltende Konflikt, der sich in den letzten Jahren wieder verschärft hat, tief verwurzelte Armut und Diskriminierung von Mädchen. Auch Vertreibung, Frühehen, fehlende Lehrerinnen und Lehrer und schlecht ausgestattete Schulen führen dazu, dass viele Kinder dem Klassenraum fernbleiben.

Mädchen sind besonders benachteiligt: Im Landesdurchschnitt sind 60 Prozent der Kinder, die nicht zur Schule gehen, weiblich. In einigen Provinzen wie Kandahar, Helmand, Wardak, Paktika, Zabul und Urzgan gehen bis zu 85 Prozent der Mädchen nicht zur Schule.

Während die Zahlen Grund zur Besorgnis geben, stellt UNICEF in der Studie auch Fortschritte heraus. Nur relativ wenige Kinder brechen demnach die Schule ab: 85 Prozent der Mädchen und Jungen, die eingeschult wurden, schließen auch das letzte Grundschuljahr ab. 90 Prozent der Mädchen und 94 Prozent der Jungen, die den Besuch einer weiterführenden Schule beginnen, schaffen den Abschluss der Sekundarstufe I. Die größte Herausforderung besteht in der Einschulung.

Um diese Hürde zu überwinden kann ein Lösungsansatz sein, auf Gemeinde-Ebene Bildung einschließlich frühkindlicher Bildung und Aufholkursen in Gemeinschaftsräumen oder Wohnhäusern zu organisieren. Das ist besonders für Mädchen wichtig, die wegen der Sicherheitslage oder aus Angst vor Belästigung keinen Schulweg auf sich nehmen können.

 

Kategorie:
Kommunal- und Stadtentwicklung Bildung Bildung für Frauen und Mädchen Frieden und Sicherheit Kinder in bewaffneten Konflikten Recht auf Bildung Recht auf Förderung Home Monitoring Deutsches Komitee für UNICEF e.V.
Sprache:
English
Seitenzahl:
120
Copyright:
UNICEF, Bildungsministerium von Afghanistan, Samuel Hall, USAID

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