Rundbrief Nr. 14
Oktober 2017

Kinder- und Jugendrechte

Der Rundbrief zur Umsetzung der Rechte junger Menschen in der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit.


Willkommen

Liebe Leserinnen und Leser,

in den vergangenen Tagen erreichten uns wieder erschreckende Bilder und Berichte aus Rakka, Irak und von den geflohenen Rohingya in Bangladesh - über Kinder, die Vergewaltigungen, Enthauptungen und Bombenangriffe miterleben mussten und nun in überfüllten Notunterkünften ausharren. Mädchen und junge Frauen sind dort noch nicht in Sicherheit und besonders durch sexuelle Gewalt gefährdet.

‘EmPOWER Girls: Before, during and after crises’ lautet das diesjährige Motto des Weltmädchentages 2017 - aktueller könnte es leider nicht sein und ist Schwerpunkt dieser Ausgabe.

Verschiedene UN-Organisationen, die ILO, Weltbank und OECD sowie die NROs ONE, Save the Children und PLAN International haben in den letzten Wochen ein gutes Dutzend Studien zur Situation von Kindern, insbesondere Mädchen veröffentlicht.

20.000 Mädchen werden täglich Zwangsverheiratet - eine moderne Form der Sklaverei. Mädchen werden durch Gewalt und Diskriminierung in ihrer Entwicklung zurück geworfen. Weltweit wächst die Kluft zwischen arm und reich, und Armut ist sexistisch, denn arme Mädchen bekommen mehr Kinder als reiche, weil es ihnen an Aufklärung, Verhütungsmöglichkeiten und Bildung mangelt und weil sie eine geringe soziale Stellung haben - dies sind nur einige Ausschnitte aus den Studien. Höchste Zeit also, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Die kanadische Regierung geht hier vorbildlich voran. In ihrer neuen EZ-Strategie bzw. "Feministische Internationale Unterstützungspolitik" stehen Maßnahmen zur Stärkung der Gleichberechtigung, insbesondere durch die Förderung von Frauen und Mädchen, klar im Mittelpunkt.  

Kommentare wie auch weitere Informationen zu diesem diesmal etwas umfangreicheren Rundbrief sind immer willkommen. Bitte leiten Sie diesen Rundbrief an alle weiter, die sich für das Thema Kinder- und Jugendrechte interessieren könnten!

Vielen Dank für Ihr Interesse,
Ihr Redaktionsteam


‘EmPOWER Girls: Before, during and after crises’

Zum Weltmädchentag 2017 lässt sich nur eine gemischte Bilanz ziehen: Erfolgen stehen Rückschläge gegenüber und in allen Ländern weltweit ist die Gleichstellung von Mädchen und Frauen noch längst kein erreichtes Ziel.

‘EmPOWER Girls: Before, during and after crises’ lautetete das Motto des diesjährigen Weltmädchentages 2017. Nicht ohne Grund lenken die Vereinten Nationen den Blick auf die Krisenregionen. In diesem Jahr wird erwartet, dass 128,6 Millionen Menschen aufgrund von Sicherheitsbedrohungen, Klimawandel und Armut humanitäre Hilfe benötigen. Mehr als drei Viertel derer, die Flüchtlinge geworden sind oder aus ihren Häusern vertrieben wurden, sind Frauen und Kinder, die zudem in Krisenzeiten am stärksten gefährdet sind.

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Video:World Largest Lesson 2017 - Jeder Teller erzählt eine Geschichte

Die 'Grösste Unterrichtsstunde der Welt'

Ein Projekt zum Thema „Essen“ im Rahmen der Globalen Ziele. Der Film stellt das Projekt zur World’s Largest Lesson 2017 vor, bei dem Schüler/innen zwischen 9 und 14 Jahren aufgefordert sind, ihr Mittagessen zu erforschen, auszuwerten und zu benoten.

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Publikationen

 
Outcaste and Desperate
Rohingya refugee children face a perilous future

Jean-Jacques Simon | UNICEF


UNFPA-Weltbevölkerungsbericht 2017 (Kurzfassung)
Gespaltene Welt - Reproduktive Gesundheit und Rechte in Zeiten der Ungleichheit

UNFPA / DSW


Wo es für Mädchen am schwersten ist, in die Schule zu gehen
Armut ist sexistisch

ONE


Children and Armed Conflict
Report of the Secretary-General (2017)

UN


Left Behind
Refugee Education in Crisis

UNHCR


Harrowing Journeys
Children and youth on the move across the Mediterranean Sea, at risk of trafficking and exploitation

UNICEF, IOM

 

Education at a Glance 2017
OECD Indicators

OECD


Unlock the Power of Girls Now
Why gender equality is THE social and political issue of our time

Plan International


Global Estimates of Child Labour
Results and Trends, 2012-2016

International Labour Organization


Global Estimates of Modern Slavery
Forced Labour and Forced Marriage

International Labour Organization, Walk Free Foundation and International Organization for Migration 


„Schreiend erreicht man nichts«
Den Aufbau einer Friedenskultur in Zentralamerika unterstützen

Rubeena Esmail-Arndt | GIZ


Buenas prácticas de las defensorías del pueblo de Bolivia, Colombia, Ecuador y Perú en procesos de consulta previa
Incluye experiencias de instituciones invitadas de Argentina, Brasil y Guatemala

Defensoría del Pueblo


Arbeitsplatzoffensive für Afrika

Tilman Altenburg | DIE

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Kontakt:

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH
Friedrich-Ebert-Allee 36 + 40
53113 Bonn
Deutschland

Sektorprogramm „Menschenrechte einschließlich Kinder- und Jugendrechte umsetzen in der Entwicklungszusammenarbeit“

E: info@kinder-und-jugendrechte.de

T: +49 (0)228 4460-3797




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