Internationale Vereinbarungen

Nachhaltige Entwicklungsziele (SDGs) der Agenda 2030

Am 25. September 2015 wurde auf dem UN-Gipfel in New York die "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" verabschiedet. Sie hat die Form eines Weltzukunftsvertrags und soll helfen, allen Menschen weltweit ein Leben in Würde zu ermöglichen.

Die „Nachhaltigen Entwicklungsziele“ (SDGs) greifen die Vereinbarungen zum Schutz des Kindes auf. Kinder und Jugendliche werden in der Erklärung und in den daraus abgeleiteten „Nachhaltigen Entwicklungszielen“ mehrfach ausdrücklich als Zielgruppen hervorgehoben.

Die 17 Entwicklungsziele der Agenda verknüpfen das Prinzip der Nachhaltigkeit mit der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung – zum ersten Mal werden Armutsbekämpfung und Nachhaltigkeit in einer Agenda zusammengeführt.

Die internationale Gemeinschaft will unter anderem bis zum Jahr 2030

  • Armut und Hunger beenden und Ungleichheiten bekämpfen
  • Selbstbestimmung der Menschen stärken, Geschlechtergerechtigkeit und ein gutes und gesundes Leben für alle sichern
  • Wohlstand für alle fördern und Lebensweisen weltweit nachhaltig gestalten
  • Ökologische Grenzen der Erde respektieren: Klimawandel bekämpfen, natürliche Lebensgrundlagen bewahren und nachhaltig nutzen
  • Menschenrechte schützen – Frieden, gute Regierungsführung und Zugang zur Justiz gewährleisten
  • Eine globale Partnerschaft aufbauen

Die ersten sechs der der 17 Entwicklungsziele betreffenKinder und Jugendliche unmittelbar, die anderen 11 mittelbar. 

Im Rahmen der VN-Agenda 21 wurden Kinder und Jugendliche auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro offiziell als Träger einer nachhaltigen Entwicklung anerkannt. Jugendliche haben seitdem ein Teilnahme und Mitspracherecht bei internationalen Verhandlungen. Der Aktionsplan von Johannesburg (2002) benennt ebenfalls Jugendliche als eine der Hauptziel- und Akteursgruppen. 

Materialien

Narrowing the Gaps: The power of investing in the poorest children

Narrowing the Gaps: The power of investing in the poorest children

Jordan Tamagni, Guy Taylor |  UNICEF | 
Counting Pennies

Counting Pennies

A review of official development assistance to end violence against children
Robert Tew |  Development Initiatives (DI) | 
Children of Austerity

Children of Austerity

Impact of the Great Recession on Child Poverty in Rich Countries
Bea Cantillon, Yekaterina Chzhen, Sudhanshu Handa, Brian Nolan |  Oxford University Press | 
Counting the Invisible

Counting the Invisible

Technical Report Pakistan
Plan International | 
Strengthening Local Education Systems for Newly Arrived Adults and Children

Strengthening Local Education Systems for Newly Arrived Adults and Children

Empowering Cities through Better Use of EU Instruments
Brian Salant, Meghan Benton |  Migration Policy Institute Europe | 
One is too many

One is too many

Ending child deaths from pneumonia and diarrhoea
A. Amouzou, L. Carvajal Velez, H. Tarekegn, M. Young |  UNICEF | 
HABITAT III: New Urban Agenda

HABITAT III: New Urban Agenda

Draft outcome document for adoption in Quito, October 2016
Heads of State and Government, Ministers and High Representatives |  HABITAT III | 
Further, Faster, Fairer

Further, Faster, Fairer

Reaching every last child with immunisation
Kirsten Mathieson |  Save the Children | 
Bildung für Mädchen in der Entwicklungspolitik

Bildung für Mädchen in der Entwicklungspolitik

Die Bundesregierung auf dem Prüfstand
Raimund Zühr, Clemens Schwanhold, Sabine Campe |  Plan International | 

Die „Nachhaltigen Entwicklungszielen“ (SDGs):

  1. Armut in jeder Form und überall beenden
  2. Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern
  3. Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern
  4. Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern
  5. Geschlechtergerechtigkeit und Selbstbestimmung für alle Frauen und Mädchen erreichen
  6. Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten
  7. Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern
  8. Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern
  9. Eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen
  10. Ungleichheit innerhalb von und zwischen Staaten verringern
  11. Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen
  12. Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen
  13. Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen - (in Anerkennung der Tatsache, dass die UNFCCC das zentrale internationale, zwischen-staatliche Forum zur Verhandlung der globalen Reaktion auf den Klimawandel ist)
  14. Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen
  15. Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen, Bodenverschlechterung stoppen und umkehren und den Biodiversitätsverlust stoppen
  16. Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen
  17. Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung wiederbeleben