• Kinder- und Jugendrechte

    Die umfassende Verwirklichung aller Kinderrechte ist eine große Herausforderung, denn die Rechte junger Menschen werden weltweit auf vielfältige Weise verletzt.

  • Internationale Vereinbarungen

    Die VN-Kinderrechtskonvention ist das zentrale Referenzwerk auf internationaler Ebene, welches die Schutz-, Förder- und Teilhaberechte von Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre festlegt. Mit der Ratifikation verpflichten sich die Staaten, die Kinder- und Jugendrechte in nationales Recht zu überführen und konkrete Politiken und Maßnahmen zum Schutz und zur Förderung des Kindeswohls zu ergreifen.

  • Recht auf Schutz

    Das Alter, genauso wie der physische und psychische Entwicklungsstand von Kindern und Jugendlichen, machen junge Menschen besonders schutzlos gegenüber Rechtsverletzungen. In der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit ist es daher wichtig, Kinder und Jugendliche als eigenständige und quantitativ starke Zielgruppe mit hoher Schutzbedürftigkeit und großem Potenzial zu begreifen.

  • Recht auf Gesundheit

    Besonders gefährdet ist die Gesundheit von Kindern. In jedem Jahr sterben in Entwicklungsländern fast sieben Millionen Kinder unter fünf Jahren. Millionen weitere Kinder erleiden als Folge von Krankheiten körperliche und geistige Behinderungen. Fast ein Drittel der Todesfälle werden durch Infektionen der Atemwege und Durchfälle verursacht.

  • Recht auf Wasser

    Häufige Ursachen für den Tod der Kinder sind Durchfallerkrankungen, Atemwegsinfektionen und Malaria. Die erkrankten Kinder sind oft unterernährt, haben kein sauberes Trinkwasser und leben unter unzureichenden hygienischen Bedingungen.

  • Recht auf Information

    Das Kind hat das Recht auf freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, ungeachtet der Staatsgrenzen Informationen und Gedankengut jeder Art in Wort, Schrift oder Druck, durch Kunstwerke oder andere vom Kind gewählte Mittel sich zu beschaffen, zu empfangen und weiterzugeben.

  • Recht auf Beteiligung

    Die Vertragsstaaten sichern dem Kind, das fähig ist, sich eine eigene Meinung zu bilden, das Recht zu, diese Meinung in allen das Kind berührenden Angelegenheiten frei zu äußern, und berücksichtigen die Meinung des Kindes angemessen und entsprechend seinem Alter und seiner Reife.

  • Recht auf Bildung

    Die Vertragsstaaten fördern die internationale Zusammenarbeit im Bildungswesen, insbesondere um zur Beseitigung von Unwissenheit und Analphabetentum in der Welt beizutragen und den Zugang zu wissenschaftlichen und technischen Kenntnissen und modernen Unterrichtsmethoden zu erleichtern.

  • Recht auf Spiel & Freizeit

    Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf Ruhe und Freizeit an, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben.

  • Recht auf Förderung

    Kinder- und Jugendförderung setzt auf die Stärkung der positiven Potenziale aller jungen Menschen, eröffnet Partizipationsmöglichkeiten und verschafft ihnen Gehör.

Ansatz der deutschen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit

Die Bedeutung von Kinder- und Jugendrechten in Entwicklungsländern Kinder und Jugendliche stellen mit bis zu 70 Prozent in fast allen Entwicklungsländern die absolute Mehrheit der Bevölkerung. Die umfassende Verwirklichung aller Kinderrechte ist eine große Herausforderung, denn die Rechte junger Menschen werden weltweit auf vielfältige Weise verletzt.

Die deutsche staatliche Entwicklungszusammenarbeit leistet vielfältige Beiträge, um Kinder- und Jugendrechte im Rahmen eines menschenrechtsbasierten Ansatzes deutscher Entwicklungspolitik zu verwirklichen. Dabei hat das Wohl des Kindes Vorrang.

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Kinder- und Jugendrechte konkret:

Internationale Vereinbarungen
Recht auf Schutz
Recht auf Gesundheit
Recht auf Wasser
Recht auf Information
Recht auf Beteiligung
Bildung
Spiel & Freizeit
Recht auf Förderung

36 Prozent aller Kinder weltweit sind für den Staat, in dem sie leben, nicht sichtbar. Ihnen fehlt die staatliche Anerkennung ihrer Existenz: Für sie gibt es keinen Eintrag ihrer Geburt. Nicht registrierte Kinder sind in erhöhtem Maße schutzlos gegenüber Rechtsverletzungen. Mehr