Bekämpfung von Kinderhandel und schädlicher Kinderarbeit

Einführung

Sie tragen schwere Lasten, knüpfen Teppiche in Fabriken und werden vielfältig ausgebeutet: Weltweit sind noch immer 168 Millionen Mädchen und Jungen im Alter von fünf bis 17 Jahren gezwungen, einer Arbeit nachzugehen, die ihre Bildung, Entwicklung und Gesundheit beeinträchtigt - davon mehr als die Hälfte (85 Millionen) unter gefährlichen Bedingungen. Kinderhandel zum Zweck der ökonomischen Ausbeutung zählt, als oftmals überregionales Phänomen, zu den größten Herausforderungen einer globalisierten Wirtschaft.

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Internationaler Bezugsrahmen

Menschenrechtliehe Standards und Prinzipien bilden einen international verbindlichen Referenzrahmen bei der Bekämpfung von Kinderarbeit sind dies insbesondere:

 

  • Die Konvention über die Rechte des Kindes der Vereinten Nationen von 1989 (VN-KRK)
  • Die Konvention 182 der ILO über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigungder schlimmsten Formen der Kinderarbeit von 1999
  • Die Konvention 138 der ILO über das Mindestalter für Beschäftigung von 1973

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Begriffbestimmungen

Nicht jede wirtschaftliche Tätigkeit, die ein Kind übernimmt, fällt laut offiziellen Definitionen unter den Begriff der schädlichen, völkerrechtlich verbotenen Kinderarbeit. Es werden verschiedene Kategorien unterschieden.

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Zentrale Handlungsfelder der Entwicklungszusammenarbeit

Konkrete Ansatzpunkte der deutschen Entwicklungszusammenarbeit:

 

  • Gute Regierungsführung und leistungsfähige staatliche Institutionen
  • Soziale Sicherungssysteme zur Stärkung einkommensschwacher Familien
  • Kostenlose, verpflichtende, relevante Grundbildung
  • Berufsbildende Maßnahmen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen
  • Unternehmen, Gewerkschaften und Verbände tragen Verantwortung auf nationaler und internationaler Ebene
  • Bewusstseinsbildung
  • Die Verfügbarkeit von Daten auf lokaler, regionaler
    und globaler Ebene

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Materialien

Konsum ohne Kinderarbeit

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Tipps für den fairen Einkauf
M. Hahn, I. Stolz |  terre des hommes | 
Global mica mining and the impact on children’s rights

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I. Schipper, R. Cowan (SOMO) |  Stichting Onderzoek Multinationale Ondernemingen (SOMO), Terre des Hommes | 
Woher kommt die Schokolade?

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Eine Reise durch die Welt des Kakaos
BMZ | 
Global Estimates of Child Labour

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Results and Trends, 2012-2016
International Labour Organization | 
Global Estimates  of Modern Slavery

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Forced Labour and Forced Marriage
International Labour Organization, Walk Free Foundation and International Organization for Migration | 

Aktuelles

Aussteuer statt Ausbeutung: Auch Hausangestellte haben Rechte
23.10.2018

Aussteuer statt Ausbeutung: Auch Hausangestellte haben Rechte

In Bamako haben die Mitarbeiterinnen begonnen, in zwei Stadtbezirken die Schutzmechanismen für Mädchen zu verstärken. APSEF lädt sie zu regelmäßigen Treffen ein, bei denen über die Rechte, aber auch Pflichten der Hausangestellten gesprochen wird.

Claudia Berker | terre des hommes

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Nach dem Tsunami: Indonesische Kinder von Menschenhändlern bedroht
22.10.2018

Nach dem Tsunami: Indonesische Kinder von Menschenhändlern bedroht

Nach dem verheerenden Tsunami in Indonesien droht den Kindern auf Sulawesi weitere Gefahr: Die SOS-Kinderdörfer weltweit warnen vor Menschenhändlern. „Fälle von Kinderhandel gibt es in Indonesien täglich.

SOS-Kinderdörfer

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Impressions from the Global Child Forum 2018
22.06.2018

Impressions from the Global Child Forum 2018

“Isn’t it logical that we include children in what we decide today? They have to live with the consequences.” H.R.H. Princess Laurentien of the Netherlands demanded the inclusionof children in all matters affecting them. (...) The following video gives an impression of some supporters of this cause that were present at the last Global Child Forum.

Kinderrechte im Fokus: KfW und Burkina Faso weiten Zusammenarbeit aus
21.06.2018

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Die KfW erhöht durch einen erneuten Zuschuss in Höhe von 6 Mio. EUR ihr Engagement für den Kinderfonds auf insgesamt rund 25 Mio. EUR

KfW

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Praxisbeispiel

Viele Kinder und Jugendliche werden in Burkina Faso ökonomisch ausgenutzt und sind darüber hinaus auch sexueller Ausbeutung ausgesetzt. Ein GIZ-Vorhaben - in Zusammenarbeit mit der KfW - regt Maßnahmen an, um sie vor den schlimmsten Formen zu schützen. Mehr