Klimawandel; Umwelt- und Ressourcenschutz

Jedes Jahr sterben weltweit mindestens vier Millionen Kinder unter fünf Jahren aufgrund umweltbezogener Krankheiten.

Kinder und Jugendliche in Entwicklungsländern sind besonders schutzbedürftig bei ökologischen Risiken, die zum Beispiel durch Industrialisierung, Ressourcenzerstörung und Klimawandel verursacht werden. Sie leiden stärker unter den Gefahren durch Umweltverschmutzung, insbesondere durch Chemikalien und industrielle Abwässer sowie Landnutzungsänderungen und den daraus resultierenden Folgen. Dazu gehört vor allem ein fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser und zu Nahrungsmitteln. Akute Atemwegerkrankunge, Magen- und Darmerkrankungen sowie extrem belastende Kinderarbeit und Unfälle sind die häufigsten Todesursachen.

Mehr

Wichtige Politikfelder für die Umsetzung von umweltbezogenen Kinder- und Jugendrechten

Nach Schätzungen stehen rund 54 Prozent der Todesfälle von Kindern unter 5 Jahren in Zusammenhang mit Unter- und Mangelernährung von Mutter und Kind. In dem Zusammenhang wirken sich beispielsweise der fehlende Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung, mangelnde Hygiene sowie Luftverschmutzung in Innenräumen besonders negativ auf den Gesundheitszustand von Kindern aus. Um die Kindergesundheit zu verbessern, bedarf es daher neben der Verbesserung der Gesundheitsdienste auch sektorübergreifender Ansätze zur Veränderung der sozialen, ökonomischen und ökologischen Lebensbedingungen von Müttern und ihren Kindern.  Langjährige Schadstoffbelastungen in Erde, Luft und Trinkwasser schädigen irreversibel die Gesundheit und Entwicklung von Millionen Kindern.

Um wasserinduzierten Krankheiten wirksam vorzubeugen, legt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) besonderen Wert auf Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Hygiene und Gesundheit. Neben diesen spezifischen Maßnahmen unterstützt Deutschland vor allem Ansätze zur Gesundheitssystemstärkung, Maßnahmen zur Förderung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit und Umsetzung von Rechten. Ebenso sektorübergreifende Ansätze zum Beispiel in den Bereichen Wasser, Ernährung, Soziale Sicherung und Haushaltsenergie.

Bildung hat eine zentrale Bedeutung für Entwicklung. Bildung befördert nachhaltige Wirtschaftsentwicklung und Umwelt- und Ressourcenschutz vor Ort. Darüber hinaus unterstützt Bildung eine alters- und entwicklungskonforme Beschäftigung. Bildung ist somit ein Katalysator für weitere entwicklungspolitische Ziele wie gute Regierungsführung, den Klimaschutz, die Nutzung erneuerbarer Energien, Gesundheit, nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum und Ernährungssicherung. Mehr

Handlungserfordernisse der deutschen staatlichen Entwicklungszusammenarbeit

Kinder als Rechteträger und somit als gesellschaftlich relevante Akteure einzubeziehen, stellt eine der größten Herausforderungen armutsorientierter und menschenrechtsbasierter Entwicklungs- und Umweltpolitik dar.

Entwicklungspolitische Instrumente sind wichtige Hebel, damit umweltbezogene Kinder- und Jugendrechte verwirklicht werden. Strategiepapiere, Länderkonzepte, Nationale Armutsstrategien (PRSP) sowie nationale Anpassungsprogramme (NAPAs) sind geeignet, um auf hoher politischer Ebene das Thema aufzugreifen und Lösungsansätze wirksam umzusetzen.

Es bedarf weiterer Fallstudien, die die spezifische Problemlage von Kindern und Jugendlichen in Partnerländern der Entwicklungszusammenarbeit untersuchen mit dem Ziel, die Informationslage zu verbessern und handlungsorientierte Empfehlungen zu erarbeiten. Mehr

 

 

Materialien

Progress for Every Child in the SDG Era

Progress for Every Child in the SDG Era

Preliminary assessment of how the world is doing thus far on achieving these critical targets
UNICEF Data and Analytics Section Division of Data, Research and Policy |  UNICEF | 
The Neglected Link - Effects of Climate Change and Environmental Degradation on Child Labour

The Neglected Link - Effects of Climate Change and Environmental Degradation on Child Labour

terre des hommes Child Labour Report 2017
Lisa Myers, Laura Theytaz-Bergman |  terre des hommes | 
Die Auswirkungen von Klimawandel und Umweltzerstörung auf Kinderarbeit

Die Auswirkungen von Klimawandel und Umweltzerstörung auf Kinderarbeit

terre des hommes Kinderarbeitsreport 2017
Lisa Myers, Laura Theytaz-Bergman |  Terre des hommes | 
Global report on food crises 2017

Global report on food crises 2017

Food Security Information Network (FSIN) | 
Inheriting a sustainable world?

Inheriting a sustainable world?

Atlas on children’s health and the environment
WHO | 

Aktuelles

Water doesn’t come from a tap
22.03.2018

Water doesn’t come from a tap

Thirteen-year-old Aysha spends about 8 hours fetching water every day in Ethiopia, where she lives. In fact, 2.1 billion people have no safe drinking water and 4.5 billion have no access to adequate sanitation.

Weltwassertag: Jeder Tropfen zählt!
21.03.2018

Weltwassertag: Jeder Tropfen zählt!

Stellungnahmen von UNICEF, terre des hommes, BMZ und GIZ zum Weltwassertag am 22. März

UNICEF, terre des hommes, BMZ, GIZ

mehr
Hilfe gegen die Hungersnot
24.10.2017

Hilfe gegen die Hungersnot

Südsudan: Vier Millionen Menschen auf der Flucht

terre des hommes

mehr
16 Mio. Kinder von Überschwemmungen in Asien betroffen
02.09.2017

16 Mio. Kinder von Überschwemmungen in Asien betroffen

Die wochenlangen Monsunregenfälle in Asien haben die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen zerstört. UNICEF schätzt, das rund 16 Millionen Kinder und ihre Familien dringend lebensrettende Hilfe brauchen.

UNICEF

mehr
Hungerkrise in Somalia
02.05.2017

Hungerkrise in Somalia

Die Zahl der hungernden Kinder steigt weiter. UNICEF schätzt, dass sich die Zahl der somalischen Kinder, die an akuter Mangelernährung leiden in 2017 auf 1,4 Millionen erhöhen wird ...

UNICEF

mehr
Hungersnot in Ostafrika: VENRO fordert einen Politikwechsel
13.04.2017

Hungersnot in Ostafrika: VENRO fordert einen Politikwechsel

Anlässlich der Sondersitzung zur Hungersnot in Ostafrika im Auswärtigen Amt am 12. April begrüßte VENRO den Willen zum Handeln. Gleichzeitig kritisiert der Verband die späte Reaktion der Geberstaaten.

Plan International

mehr

Praxisbeispiel

Sambia leidet durch lange Trockenzeiten abgelöst von Überschwemmungen besonders unter dem Klimawandel. Daher hat UNICEF das Programm „Unite4Climate“ ins Leben gerufen. Es ist ganz auf das Engagement von Jugendlichen ausgerichtet und lebt von ihren innovativen Ideen. Mehr