Es gibt nur Weniges, das sich alle Menschen auf der Welt gleichermaßen wünschen. Dazu gehört Gesundheit. Auch wenn sich die Situation schon deutlich verbessert hat, sterben jedes Jahr noch immer fast sieben Millionen Kleinkinder; sehr viele von ihnen an Krankheiten, die vermeidbar wären. Besonders viele Kinder sterben in den ärmsten Ländern Afrikas südlich der Sahara. Dort stirbt jedes neunte Kind vor seinem fünften Geburtstag. Jeden Tag sterben weltweit etwa 800 Frauen an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt, weil es für sie keine ausreichende medizinische Betreuung gibt. 2011 starben nach Schätzungen der Vereinten Nationen 1,7 Millionen Menschen an Aids. Und auch mit anderen übertragbaren Krankheiten wie Tuberkulose, Malaria, Flussblindheit, Schlafkrankheit oder Denguefieber sind viele Millionen Menschen infiziert. Die Verletzung des Menschenrechts auf Gesundheit ist eine humanitäre Katastrophe für die betroffenen Entwicklungsländer und eine moralische Katastrophe für den Rest der Menschheit. 

Besonders gefährdet ist die Gesundheit von Kindern. In jedem Jahr sterben in Entwicklungsländern fast sieben Millionen Kinder unter fünf Jahren. Millionen weitere Kinder erleiden als Folge von Krankheiten körperliche und geistige Behinderungen.

Bei Kindern unter fünf Jahren sind die häufigsten Todesursachen Lungenentzündung (18 Prozent), Tod durch Frühgeburt (17 Prozent), Erstickung bei der Geburt (11 Prozent), Durchfallerkrankungen (10 Prozent), Malaria (7 Prozent) und andere (37 Prozent). Nach Schätzungen stehen rund 45 Prozent der Todesfälle von Kindern unter fünf Jahren im Zusammenhang mit Unter- und Mangelernährung von Mutter und Kind. Dementsprechend wirken sich beispielsweise der fehlende Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung, mangelnde Hygiene sowie Luftverschmutzung in Innenräumen besonders negativ auf den Gesundheitszustand von Kindern aus. Um die Kindergesundheit zu verbessern, bedarf es daher neben der Verbesserung der Gesundheitsdienste auch sektorübergreifender Ansätze zur Veränderung der sozialen, ökonomischen und ökologischen Lebensbedingungen von Müttern und ihren Kindern.

Die Gesundheit von Frauen und Mädchen wird von ihrer Stellung in Familie und Gesellschaft beeinflusst. Geschlechtsspezifische Diskriminierung kann sich negativ auf das Gesundheitsverhalten, das Infektionsrisiko (etwa für die Ansteckung mit dem HI-Virus) und den Zugang zu Gesundheitsdiensten, Information und Bildung auswirken.

Belastend für die Gesundheit von Millionen Frauen sind schlechte Ernährung und häufige Schwangerschaften, schwere Arbeit, die überwiegend auf ihnen lastende Verantwortung für Kinder und Familie sowie mangelnde Möglichkeiten, über das eigene Leben selbst zu bestimmen.

 

 

Road Map 2018

Road Map 2018

Entwicklungspolitischer Aktionsplan zur Gleichberechtigung der Geschlechter 2016 – 2020
BMZ | 
Picking Up the Pieces

Picking Up the Pieces

Rebuilding the lives of Mosul’s children after years of conflict and violence
E. McCarthy, Y. Semmache et al. |  Save the Children | 
Adolescent Girls in Crisis: Voices of the Rohingya

Adolescent Girls in Crisis: Voices of the Rohingya

E. Gordon, K. Lee-Koo, H. Jay |  Plan International | 
"I have no idea how I got pregnant"

"I have no idea how I got pregnant"

Participatory Study on Teenage Pregnancy and Child Motherhood in Mpwapwa District, Tanzania
CDF (Children’s Dignity Forum), FORWARD (Foundation for Women’s Health, Research & Development) | 
Survive, Thrive, Transform - Global Strategy for Women’s, Children’s and Adolescents’ Health (2016–2030)

Survive, Thrive, Transform - Global Strategy for Women’s, Children’s and Adolescents’ Health (2016–2030)

2018 monitoring report: current status and strategic priorities
WHO, UNAIDS, UNFPA, UNICEF, UNWomen, The World Bank Group | 

Aktuelles

7 Jahre Südsudan – Kein Grund zum Feiern
12.07.2018

7 Jahre Südsudan – Kein Grund zum Feiern

Sieben Jahre nach der Unabhängigkeit herrscht im Südsudan immer noch ein gewaltsamer Konflikt und die Hungersnot breitet sich weiter aus. Mehr als 7.000 Kinder müssen ohne ihre Eltern überleben.

Save the Children

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Familienplanung ist ein Menschenrecht
11.07.2018

Familienplanung ist ein Menschenrecht

Obwohl Familienplanung seit 50 Jahren international als Menschenrecht anerkannt ist, haben viele Frauen noch immer keinen Zugang zu Verhütungsmitteln.

Plan International

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Stellungnahmen zum "Masterplan Migration"
10.07.2018

Stellungnahmen zum "Masterplan Migration"

DIMR, UNICEF, Kindernothilfe, terre des hommes und SOS-Kinderdörfer zum "Masterplan Migration"

DIMR, UNICEF, Kindernothilfe, terre des hommes, SOS-Kinderdörfer

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UN Special Representative for Children and Armed Conflict Welcomes New Security Council Resolution
09.07.2018

UN Special Representative for Children and Armed Conflict Welcomes New Security Council Resolution

The resolution, adopted during the Security Council Open Debate on children and armed conflict, adds a series of measures to strengthen mechanisms to prevent violations against children in conflict.

UN - Children and Armed Conflict

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Syrian refugee girls challenging stereotypes with football
08.07.2018

Syrian refugee girls challenging stereotypes with football

Football is a game-changer for Syrian refugee girls like Maraam. She is determined to use her love for the sport to break down barriers. The love of football goes beyond borders. The rights of migrant and refugee children should too. This World Cup take our #LongestGoal challenge to show your support and for a chance to be featured on our channels and billboards around the world → https://uni.cf/Longest-Goal

Aus der Praxis

Das Fit for School-Programm unterstützt Bildungsministerien bei der schrittweisen Umsetzung von Konzepten zur Verbesserung von Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene in Schulen. Zugleich trägt es zur Erreichung der SDGs 4 und 6 bei – Bildung sowie Wasser-und Sanitärversorgung für alle.

Das Recht auf ein gesundes Leben ist in den VN Kinderechtskonventionen detailliert geregelt, insbesondere in:

Artikel 24: Gesundheitsvorsorge

Artikel 25: Unterbringung

Artikel 26: Soziale Sicherheit

Artikel 27: Angemessene Lebensbedingungen; Unterhalt