Bildung | Förderung von Mädchen und jungen Frauen

Bildung für Mädchen und jungen Frauen

Erziehung und Bildung beeinflussen das Erlernen zugewiesener Geschlechterrollen in hohem Maße. Bildung kann maßgeblich dazu beitragen, klischeehafte und diskriminierende Rollen- und Denkmuster zu hinterfragen und Stereotypen aufzubrechen. Dadurch können Mädchen und Frauen sowie Jungen und Männer Veränderungsmöglichkeiten ausloten und erproben. Geschlechterspezifische Benachteiligungen können sich dadurch vermindern.

Der gängigste Weg führt über die Schulbildung. Auch die non-formale Bildung bietet Chancen. Denn traditionell sind es insbesondere die Mädchen, die die Schule frühzeitig abbrechen oder erst gar nicht besuchen können. Viele Eltern halten die Schulbildung ihrer Töchter für weniger wichtig, weil sie ohnehin früh heiraten und nur für die gesamte Haushaltsarbeit verantwortlich sind. Zwei Drittel der etwa 760 Millionen Analphabeten sind unter anderem aus diesen Gründen weiblich.

Chancen

Für Frauen und Mädchen eröffnen ein verbesserter Zugang zu Bildung und eine verbesserte Bildungsqualität die Möglichkeit, sich stärker am Arbeitsmarkt beteiligen zu können. Außerdem steigen mit der Bildung auch für Frauen die Chancen, sich politisch und gesellschaftlich zu engagieren. Eltern, insbesondere Mütter mit guter Schulbildung, ernähren ihre Kinder gesünder. Kinder gebildeter Eltern besuchen häufiger die Schule und bringen dort gute Leistungen. Mädchen bzw. junge Frauen, die länger in die Schule gehen, gebären im Durchschnitt weniger Kinder. Dadurch sinkt die Geburtenrate, die wiederum das Bevölkerungswachstum beeinflusst.

Frauen setzen durch Bildung ihr Potenzial in Wert, tragen zum Wohlstand der ganzen Familie, zu nachhaltigem Wirtschaftswachstum und zur gesellschaftlichen Entwicklung bei.

Ansatzpunkte für Gleichberechtigung im Bildungssektor

  • In Dörfern Schulen einrichten, sodass die Mädchen keine langen Wege zur Schule haben und die Hausarbeit mit Bildung zeitlich vereinbaren können;
  • Schulreformen einleiten, die die geschlechtsspezifischen Benachteiligungen der Mädchen aufheben;
  • Genderkompetenzen des Schulpersonals durch Trainings und Workshops aufbauen; diese Fortbildungen vermitteln Kenntnisse und erhöhen die Sensibilität - für die unterschiedliche Sozialisation der Geschlechter, für deren Entstehen und wie sie verändert werden können;
  • Unterricht gendersensibel gestalten, durch unterschiedliche Unterrichtsmethoden - wie zum Beispiel Rollenspiele, Projekt- und Gruppenarbeiten; Schulbücher daraufhin analysieren, ob in ihnen Männer und Frauen gleichermaßen als Vorbilder beschrieben und welche Rollen ihnen zugewiesen werden;
  • Eltern einbeziehen und sie ermutigen, weiterhin in die Schulbildung ihrer Töchter zu investieren;
  • Alphabetisierungskurse für Mädchen, die ihre Bildung mit Verspätung beginnen, mit weiteren Kursen in den Bereichen Kochen, gesunde Ernährung, Mutterschaft, Familienplanung und Gesundheit sowie mit Einkommen schaffenden Komponenten kombinieren.
One in Five Children, Adolescents and Youth is Out of School

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This fact sheet presents the latest UIS data on education available as of February 2018.
UNESCO Institue for Statistics |  UNESCO | 
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World Development Report 2018 (WDR 2018)
International Bank for Reconstruction and Development / The World Bank | 
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